Sanieren und Kernsanieren, Wohnen

Parkett: Der eine Nach- und der eine Vorteil

Ich falle direkt mit der Tür ins Haus: Vergiss, was dir der Verkäufer im Holzhandel versucht schön zu reden: Parkett ist einfach sch*** empfindlich. Und nein, die Macken im Parkett tun nicht nur am Anfang weh. Man ist nur mit der Zeit weniger geschockt. 🙂

Unsere neuesten Kratzer im Parkett 😦

Ich sage das so, weil wir ehrlich gesagt, nicht gedacht hätten, dass es sooooo empfindlich ist. Klar, ist es ein Risiko, sich mit zwei kleinen Kindern für Parkett zu entscheiden. Und vielleicht hätten wir dem Küchenbauer Glauben schenken sollen, als er uns für komplett verrückt erklärt hatte, als wir sagten, wir würden auch in der Küche und in der Speisekammer Parkett verlegen lassen.

Allerdings muss man sagen, es sind nicht allein die Kinder, die hier ihre Spuren hinterlassen. Klar, werden die Autos unsanft über den Boden gezogen und der Sand bleibt einfach nicht im Sandkasten, sondern versteckt sich in hochgekrempelten Hosenbeinen und Hemdtaschen und landet überall.

Schleifspuren von Stühlen

Es sind aber auch die Stühle, die täglich über das Holz gezogen werden (Bevor jemand etwas anderes denkt: JA, wir haben ÜBERALL Filzkleber dran ;-)), die Gabel, die aus der Hand fällt oder der tägliche Gang durch den Flur. Überall bleiben Kratzer und Schrammen. Und das sieht schon jetzt, nach gerade einmal 9 Monaten, an vielen Stellen einfach nicht mehr schön aus.

Allerdings — und jetzt kommt das große ABER: Wir würden uns immer wieder für Parkett entscheiden. Denn wenn wir ehrlich sind: Es gab keine Alternative für uns, weil wir Parkett einfach schön finden. Und DAS ist der Vorteil :-). Es ist optisch schön, relativ fußwarm (auch ohne Fußbodenheizung), natürlich und passt einfach in unser Haus.

Eigentlich lieben wir unser Parkett 😉

Deswegen haben wir uns auch für die komplette Parkettausstattung entschieden. Wohnräume, Schlaf- und Kinderzimmer und sogar die Flure, und, wie schon gesagt, die offene Küche und der Abstellraum sind komplett mit Parkett ausgestattet. Nur in den Bädern und im Windfang haben wir uns für Fliesen entschieden.

Unser Parkett in der Küche

Für die Wohnräume unten haben wir uns ein etwas hochwertigeres Parkett als oben gegönnt. Das war in sofern eine gute Wahl, da der Boden in den Schlafräumen lange nicht so beansprucht wird, wie unten. So ist zwar das teure Parkett schneller „verschandelt“ als das günstige, dafür kann man es aber auch öfter abschleifen.

Das günstige Parkett oben haben wir übrigens selber schwimmend verlegt. Dies ging absolut problemlos. Da wir einen sehr unebenen Boden hatten, und wir Höhenunterschiede zu den Bädern und der Holztreppe ausgleichen mussten, haben wir 3 cm Starke Dämmplatten darunter gelegt. Darauf die Trittschalldämmung und dann das Parkett. Hätten wir gewusst, dass es so einfach geht, hätten wir unten vielleicht dasselbe gemacht. Das Gefühl beim Auftreten ist eigentlich dasselbe wie beim vom Fachmann verklebten Parkett.

Probleme in der Küche durch Feuchtigkeit hatten wir übrigens bisher keine. Und auch die Pflege finde ich recht einfach. Ich versuche eigentlich nur zu Wischen, wenn es sein muss. Dann natürlich nur nebelfeucht und mit der entsprechenden Pflege im Wasser.

Unser Fazit nach 9 Monaten: Trotz allem, hätten wir uns nicht für einen robusteren Bodenbelag wie Vinyl, Fliesen, Laminat oder Kork erwärmen können. Eine Alternative hätten vielleicht Holzdielen sein können. Die sind zwar nicht unbedingt unempfindlicher, haben jedoch eine etwas rustikalere Optik, sodass hier einzelne Macken vielleicht nicht so auffallen.

Ich bin gespannt, wann die erste Schliff sein muss. Ich halte euch auf dem Laufenden … 😉