Sanieren und Kernsanieren

6 Tipps zur Haussuche

1. Sieh dir ALLES an

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass einige Häuser und Grundstücke, dir wir eigentlich „nur mal so“, ohne Erwartung, angeschaut haben, tatsächlich heiße Kandidaten wurden.

Ein Haus war als Abbruchhaus inseriert und wäre daher eigentlich für den angegebenen Preis viel zu teuer gewesen. Es zeigte sich aber, dass uns das Haus sehr gut gefiel und auch die Substanz erhaltenswert war. Wir hätten es gekauft, hätte es nicht einen spätentschlossenen Interessenten aus der Familie gegeben.

Ein Grundstück hatte einen sehr ungewöhnlichen Schnitt, der uns eigentlich nicht gefiel. Da wir gerade nichts besseres vor hatten, haben wir es uns spontan angesehen. Die Besitzer hatten bereits einen sehr interessanten Architekturentwurf, der perfekt zum Grundstück passte. Ein Kauf kam aus anderen Gründen dann zwar nicht zustande, aber auch hier hatten wir großes Interesse.

2. Sei vor Ort

Wer, so wie wir, versucht ein Haus aus 200 km Entfernung zu kaufen, wird schnell ziemlich frustriert sein. Wir haben 2 Jahre gesucht, bis wir entschieden haben zunächst zur Miete in unsere (Wahl-)Heimat zu ziehen. Da wir dann Tipp Nr.1 beherzigen konnten, ging alles sehr schnell. Innerhalb von 2 Monaten hatten wir unser Traumhaus gefunden!

3. Sei unkompliziert

Hausbesitzer und Makler bekommen massenhaft Anfragen. Interessenten, die ellenlange E-Mails mit 100 Fragen schreiben, nerven. Am besten direkt anrufen und Termin vereinbaren. Nimm alle Personen mit, die für eine Entscheidung wichtig sind und zeige konkretes Interesse. Zeit für Fragen und Sachverständige gibt es auch nach dem ersten Termin noch.

4. Sei schnell

Eine Freundin erzählte, sie hätte bei einem Inserat für ein Haus angerufen, das gerade einmal 9 Minuten online gewesen ist. Da meinte die Besitzerin bereits, dass sie keine Anfragen mehr annehmen würde. Es reicht also nicht, sich einen täglichen oder gar wöchentlichen Newsletter mit aktuellen Angeboten schicken zu lassen. Leider muss man ständig schauen und dann ohne Umschweife anrufen.

5. Preis ist Verhandlungssache

Der Preis ist zu hoch für euch? Klar, gibt es häufig den Fall, dass utopische Preise für Häuser bezahlt werden. Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Markt auch Grenzen setzt. Nicht JEDER Preis wird auch gezahlt. Wenn euch das Haus zusagt, euch aber der Preis zu hoch erscheint, dann scheut euch nicht, ein niedrigeres Angebot zu machen.

Sammelt Argumente, die ihr anbringen könnt und nennt den Preis, den ihr bereit seid zu zahlen. Selbst wenn ihr zunächst ausscheidet, wird sich der Verkäufer vielleicht an euch erinnern, wenn ein Kauf nicht zustande kommt.

In unserem Fall kamen wir über Umwege 6 Monate nach der ursprünglichen Hausbesichtigung noch einmal mit den Hausverkäufern in Kontakt. Der Vertrag mit den ursprünglichen Interessenten kam nicht zustande. Wir hätten das Haus dann zu dem Preis bekommen, den sie ein halbes Jahr zuvor noch belächelt hatten. Wir haben aus anderen Gründen nicht gekauft.

6. Sei hartnäckig

Gerade Privatverkäufer sind häufig überfordert mit der Flut von Anfragen. Sorgt dafür, dass ihr nicht übersehen werdet. Seid freundlich, aber fragt ruhig (auch häufiger) nach, wenn es darum geht, einen Termin zu vereinbaren. Eine Freundin hat ihre Traumwohnung bekommen, weil sie so überzeugend hartnäckig war (und damit ihr großes Interesse zum Ausdruck gebracht hat).