Sanieren und Kernsanieren

Wie finde ich den richtigen Handwerker?

Wir haben viele Gewerke vergeben und ich kenne die Unsicherheit auf was man bei der Wahl des richtigen Handwerkers achten sollte. Daher hier drei Tipps, die uns geholfen haben.

1. Richtig vergleichen

Klar, man bemüht sich immer, das beste und günstigste Angebot zu finden. Aber ganz ehrlich, am Ende hat man dann häufig 3 Angebote vor sich liegen, die zwar alle inhaltlich recht ähnlich, aber doch nicht 100%ig vergleichbar sind.

Es ist daher wichtig, sich schon vorher genau überlegt zu haben, was man möchte. Das heißt, man sollte sich z.B. schon Material ausgesucht haben (z.B. Keramik für die Bäder) und den ungefähren Arbeitsaufwand kennen (z.B. wie viele qm Fliesen benötigt werden).

Wenn man zu ungenaue Angaben macht, oder keinen preislichen Rahmen steckt, vergleicht man am Ende Äpfel mit Birnen, weil jeder Handwerker etwas anderes anbietet.

Man kann auch mit einem vorhandenen Angebot starten und dieses als Basis nehmen. Allerdings sollte man die anderen Handwerker dann nicht einfach eigene Zahlen daneben schreiben lassen. Sonst fällt es schwer, ein Gespür zu entwickeln, ob der Handwerker gute Ideen und Erfahrung mitbringt.

2. Angebote erklären lassen

Handwerker haben häufig nicht sonderlich viel Lust auf Papierkram. Das ist natürlich kein Zeichen für mangelnde Qualität. Aber so fallen die Angebote manchmal recht mager in der Formulierung aus. Um aber sicher zu gehen, dass alles so angeboten und schließlich umgesetzt wird, wie man es sich vorstellt, sollte man jeden Posten wirklich verstehen. Uns war es also wichtig, dass sich der Handwerker schon im Vorfeld Zeit nimmt und uns alle Fragen beantwortet.

Eine gewisse Beratungsleistung sollte man ruhig in Anspruch nehmen. Änderungen im nachhinein werden oft teuer. Eine gute Absprache ist daher unabdingbar.

3. Wärmste Empfehlung

Die besten Erfahrungen haben wir durchweg mit den Handwerkern gemacht, die uns empfohlen wurden. Zwar waren das nicht immer die günstigsten Angebote, aber am Ende spart man Geld und Nerven, wenn man weiß, dass die Zusammenarbeit mit dem Handwerker funktioniert. Wenn ihr niemanden im Verwandten- oder Freundeskreis habt, der euch da weiter helfen kann, kann man z.B. auch im Baustoffhandel nachfragen. Zur Not durchs Neubaugebiet fahren und einfach mal klingeln, wenn das Dach oder der Vorgarten gefällt ;-).

Ich hoffe, meine Tipps zur Handwerker-Wahl haben euch ein bisschen geholfen.

Sanieren und Kernsanieren

Vorher-Nachher Bilder Badsanierung

Unser Familienbad hat mit den größten Vorher-Nachher-Effekt. Natürlich vor allem, weil sich ein Raum einfach wahnsinnig verändert, wenn man komplett alles neu macht. Aus einer winzigen Küche und einem winzigen Bad, das noch original aus den 50ern stammte, ist ein helles, modernes Familienbad geworden.

Erste Schritte

Von Anfang an war klar, dass hier die Wand zwischen Mini-Küche und Mini-Bad raus muss. Außerdem mussten alle Leitungen neu gemacht werden. Eine Tür wurde zugemauert und eine andere versetzt. Die Idee, eine Tür zu versetzen hat sich erst später entwickelt. Am Anfang will man ja so wenig Aufwand wie möglich betreiben. Bis man merkt, was eben doch alles machbar oder notwendig ist. Das Versetzen der Tür ging dann überraschend schnell und wir konnten es recht einfach selber machen. Dafür hatten wir dann ganz neue Möglichkeiten.

Altes, kleines Bad
Altes Bad aus den 1950er Jahren während der Kernsanierung.
Die Wand musste raus

Badaufteilung mit Dachschrägen

Das Bad ist mit 7,5 qm nicht gerade riesig. Es einzurichten war zusätzlich aufgrund der Dachschrägen und der drei Fenster eine Herausforderung. Ebenso mussten wir feststellen (wie so häufig), dass auch die Fachmänner nicht gerade vor Ideen sprühen. Wir haben uns daher selber sehr viele Gedanken gemacht und sind jetzt sehr zufrieden mit der Aufteilung.

Altes Bad aus den 1950er Jahren vor der Sanierung.
Bad vor der Sanierung
Modernes Bad nach der Kernsanierung im Altbau.
Bad nach der Sanierung

Die Wanne haben wir unter der Dachschräge gelassen, weil wir so die Ecke optimal ausgenutzt haben.

Altes, entkerntes Bad im Altbau vor der Sanierung.

Gerne hätten wir eine ebenerdige Dusche gehabt. Erst recht spät sagte uns der Sanitärfachmann, dass dies aufgrund der geringen Aufbauhöhe nicht möglich sei. Erst waren wir enttäuscht. An die hohe Duschwanne haben wir uns aber erstaunlich schnell gewöhnt.

Modernes, helles Bad mit Glastür-Dusche nach der Kernsanierung

Fußbodenheizung

Wegen der geringen Aufbauhöhe, war eine normale Fußbodenheizung nicht möglich. Wir haben uns daher für eine elektrische Fußbodenheizung entschieden, die direkt in den Fliesenkleber eingelassen wird. Wir sind sehr zufrieden bisher. Da sie nicht so träge wie eine normale Fußbodenheizung ist, springt sie einfach automatisch morgens und abends an, kurz bevor wir uns üblicherweise im Bad aufhalten und geht dann wieder aus. Zu den Stromkosten können wir bisher leider noch nicht viel sagen.

Die Fliesen

Auf Wandfliesen haben wir weitestgehend verzichtet. Uns wurde versichert, wer gut lüftet, muss keine Angst vor Schimmelbildung im Bad haben. Auch eine besondere Wandfarbe war nicht notwendig.

Wandfliesen aus Italien

Die bunten Fliesen am Waschbecken haben wir vor 10 Jahren als Souvenir von einer Reise mitgebracht. Wir haben sie dann in die großen Fliesen einsetzen lassen. Ich habe mich total gefreut, dass sie so nochmal toll zur Geltung kommen.

In der Dusche war es uns wichtig große Fliesen zu haben, um möglichst wenige Fugen im Nassbereich zu haben. Unsere Fliesen haben das Maß 100 × 33 cm. Diese passen perfekt in unsere 100 x 100 cm große Dusche.

Randnotiz für Sanierer und Häuslebauer

Nichts für selbsterklärend oder selbstverständlich halten, sondern alle Gedanken mit den Handwerkern teilen.

Für uns war klar, dass das Fliesenmaß perfekt zur Duschwanne passt. Der Fliesenleger hatte sich es jedoch anders vorgestellt und hatte die Fliesen geschnitten, sodass wir doch mehr Fugen als gedacht in der Dusche hatten. Leider haben wir dies im Vorfeld nicht so kommuniziert, weil es uns logisch erschien.

Da es uns jedoch sehr wichtig war, haben wir es ändern lassen. Die Fliesen herunternehmen und neu verlegen zu lassen, hat uns stattliche 400 Euro gekostet. Allerdings sind wir froh, es gemacht zu haben.

Lieber jetzt ärgern als die nächsten 30 Jahre (auch ein guter Tipp ;-P).

Sanieren und Kernsanieren

Sanieren und Kernsanieren

Wahnsinn Kernsanierung

Wir haben´s geschafft

Unser Haus war Liebe auf den ersten Blick. Aber es war auch von Anfang an klar: Hier muss alles neu. Unser Haus ist von 1956 und so haben wir einmal alles auf links gekrempelt … Das Dach neu, alle Rohre neu, die komplette Elektrik neu, Bäder neu, Fenster, Böden, Türen … Nur am Grundriss haben wir fast nichts verändert.

Das Gute daran: größere Überraschungen gab es nicht und wir konnten (fast) alles so gestalten, wie wir es gerne haben wollten. Der Nachteil: jede Menge Arbeit und natürlich auch eine hohe Investitionssumme.

Ich möchte gerne mit euch unsere Erfahrungen teilen. Natürlich wird es auch Vorher-Nachher-Fotos und den ein oder anderen Tipp geben.