Sanieren und Kernsanieren

Vorher-Nachher Bilder Badsanierung

Unser Familienbad hat mit den größten Vorher-Nachher-Effekt. Natürlich vor allem, weil sich ein Raum einfach wahnsinnig verändert, wenn man komplett alles neu macht. Aus einer winzigen Küche und einem winzigen Bad, das noch original aus den 50ern stammte, ist ein helles, modernes Familienbad geworden.

Erste Schritte

Von Anfang an war klar, dass hier die Wand zwischen Mini-Küche und Mini-Bad raus muss. Außerdem mussten alle Leitungen neu gemacht werden. Eine Tür wurde zugemauert und eine andere versetzt. Die Idee, eine Tür zu versetzen hat sich erst später entwickelt. Am Anfang will man ja so wenig Aufwand wie möglich betreiben. Bis man merkt, was eben doch alles machbar oder notwendig ist. Das Versetzen der Tür ging dann überraschend schnell und wir konnten es recht einfach selber machen. Dafür hatten wir dann ganz neue Möglichkeiten.

Altes, kleines Bad
Altes Bad aus den 1950er Jahren während der Kernsanierung.
Die Wand musste raus

Badaufteilung mit Dachschrägen

Das Bad ist mit 7,5 qm nicht gerade riesig. Es einzurichten war zusätzlich aufgrund der Dachschrägen und der drei Fenster eine Herausforderung. Ebenso mussten wir feststellen (wie so häufig), dass auch die Fachmänner nicht gerade vor Ideen sprühen. Wir haben uns daher selber sehr viele Gedanken gemacht und sind jetzt sehr zufrieden mit der Aufteilung.

Altes Bad aus den 1950er Jahren vor der Sanierung.
Bad vor der Sanierung
Modernes Bad nach der Kernsanierung im Altbau.
Bad nach der Sanierung

Die Wanne haben wir unter der Dachschräge gelassen, weil wir so die Ecke optimal ausgenutzt haben.

Altes, entkerntes Bad im Altbau vor der Sanierung.

Gerne hätten wir eine ebenerdige Dusche gehabt. Erst recht spät sagte uns der Sanitärfachmann, dass dies aufgrund der geringen Aufbauhöhe nicht möglich sei. Erst waren wir enttäuscht. An die hohe Duschwanne haben wir uns aber erstaunlich schnell gewöhnt.

Modernes, helles Bad mit Glastür-Dusche nach der Kernsanierung

Fußbodenheizung

Wegen der geringen Aufbauhöhe, war eine normale Fußbodenheizung nicht möglich. Wir haben uns daher für eine elektrische Fußbodenheizung entschieden, die direkt in den Fliesenkleber eingelassen wird. Wir sind sehr zufrieden bisher. Da sie nicht so träge wie eine normale Fußbodenheizung ist, springt sie einfach automatisch morgens und abends an, kurz bevor wir uns üblicherweise im Bad aufhalten und geht dann wieder aus. Zu den Stromkosten können wir bisher leider noch nicht viel sagen.

Die Fliesen

Auf Wandfliesen haben wir weitestgehend verzichtet. Uns wurde versichert, wer gut lüftet, muss keine Angst vor Schimmelbildung im Bad haben. Auch eine besondere Wandfarbe war nicht notwendig.

Wandfliesen aus Italien

Die bunten Fliesen am Waschbecken haben wir vor 10 Jahren als Souvenir von einer Reise mitgebracht. Wir haben sie dann in die großen Fliesen einsetzen lassen. Ich habe mich total gefreut, dass sie so nochmal toll zur Geltung kommen.

In der Dusche war es uns wichtig große Fliesen zu haben, um möglichst wenige Fugen im Nassbereich zu haben. Unsere Fliesen haben das Maß 100 × 33 cm. Diese passen perfekt in unsere 100 x 100 cm große Dusche.

Randnotiz für Sanierer und Häuslebauer

Nichts für selbsterklärend oder selbstverständlich halten, sondern alle Gedanken mit den Handwerkern teilen.

Für uns war klar, dass das Fliesenmaß perfekt zur Duschwanne passt. Der Fliesenleger hatte sich es jedoch anders vorgestellt und hatte die Fliesen geschnitten, sodass wir doch mehr Fugen als gedacht in der Dusche hatten. Leider haben wir dies im Vorfeld nicht so kommuniziert, weil es uns logisch erschien.

Da es uns jedoch sehr wichtig war, haben wir es ändern lassen. Die Fliesen herunternehmen und neu verlegen zu lassen, hat uns stattliche 400 Euro gekostet. Allerdings sind wir froh, es gemacht zu haben.

Lieber jetzt ärgern als die nächsten 30 Jahre (auch ein guter Tipp ;-P).

Sanieren und Kernsanieren

6 Tipps zur Haussuche

1. Sieh dir ALLES an

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass einige Häuser und Grundstücke, dir wir eigentlich „nur mal so“, ohne Erwartung, angeschaut haben, tatsächlich heiße Kandidaten wurden.

Ein Haus war als Abbruchhaus inseriert und wäre daher eigentlich für den angegebenen Preis viel zu teuer gewesen. Es zeigte sich aber, dass uns das Haus sehr gut gefiel und auch die Substanz erhaltenswert war. Wir hätten es gekauft, hätte es nicht einen spätentschlossenen Interessenten aus der Familie gegeben.

Ein Grundstück hatte einen sehr ungewöhnlichen Schnitt, der uns eigentlich nicht gefiel. Da wir gerade nichts besseres vor hatten, haben wir es uns spontan angesehen. Die Besitzer hatten bereits einen sehr interessanten Architekturentwurf, der perfekt zum Grundstück passte. Ein Kauf kam aus anderen Gründen dann zwar nicht zustande, aber auch hier hatten wir großes Interesse.

2. Sei vor Ort

Wer, so wie wir, versucht ein Haus aus 200 km Entfernung zu kaufen, wird schnell ziemlich frustriert sein. Wir haben 2 Jahre gesucht, bis wir entschieden haben zunächst zur Miete in unsere (Wahl-)Heimat zu ziehen. Da wir dann Tipp Nr.1 beherzigen konnten, ging alles sehr schnell. Innerhalb von 2 Monaten hatten wir unser Traumhaus gefunden!

3. Sei unkompliziert

Hausbesitzer und Makler bekommen massenhaft Anfragen. Interessenten, die ellenlange E-Mails mit 100 Fragen schreiben, nerven. Am besten direkt anrufen und Termin vereinbaren. Nimm alle Personen mit, die für eine Entscheidung wichtig sind und zeige konkretes Interesse. Zeit für Fragen und Sachverständige gibt es auch nach dem ersten Termin noch.

4. Sei schnell

Eine Freundin erzählte, sie hätte bei einem Inserat für ein Haus angerufen, das gerade einmal 9 Minuten online gewesen ist. Da meinte die Besitzerin bereits, dass sie keine Anfragen mehr annehmen würde. Es reicht also nicht, sich einen täglichen oder gar wöchentlichen Newsletter mit aktuellen Angeboten schicken zu lassen. Leider muss man ständig schauen und dann ohne Umschweife anrufen.

5. Preis ist Verhandlungssache

Der Preis ist zu hoch für euch? Klar, gibt es häufig den Fall, dass utopische Preise für Häuser bezahlt werden. Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Markt auch Grenzen setzt. Nicht JEDER Preis wird auch gezahlt. Wenn euch das Haus zusagt, euch aber der Preis zu hoch erscheint, dann scheut euch nicht, ein niedrigeres Angebot zu machen.

Sammelt Argumente, die ihr anbringen könnt und nennt den Preis, den ihr bereit seid zu zahlen. Selbst wenn ihr zunächst ausscheidet, wird sich der Verkäufer vielleicht an euch erinnern, wenn ein Kauf nicht zustande kommt.

In unserem Fall kamen wir über Umwege 6 Monate nach der ursprünglichen Hausbesichtigung noch einmal mit den Hausverkäufern in Kontakt. Der Vertrag mit den ursprünglichen Interessenten kam nicht zustande. Wir hätten das Haus dann zu dem Preis bekommen, den sie ein halbes Jahr zuvor noch belächelt hatten. Wir haben aus anderen Gründen nicht gekauft.

6. Sei hartnäckig

Gerade Privatverkäufer sind häufig überfordert mit der Flut von Anfragen. Sorgt dafür, dass ihr nicht übersehen werdet. Seid freundlich, aber fragt ruhig (auch häufiger) nach, wenn es darum geht, einen Termin zu vereinbaren. Eine Freundin hat ihre Traumwohnung bekommen, weil sie so überzeugend hartnäckig war (und damit ihr großes Interesse zum Ausdruck gebracht hat).

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Wahnsinn Kernsanierung

Wir haben´s geschafft

Unser Haus war Liebe auf den ersten Blick. Aber es war auch von Anfang an klar: Hier muss alles neu. Unser Haus ist von 1956 und so haben wir einmal alles auf links gekrempelt … Das Dach neu, alle Rohre neu, die komplette Elektrik neu, Bäder neu, Fenster, Böden, Türen … Nur am Grundriss haben wir fast nichts verändert.

Das Gute daran: größere Überraschungen gab es nicht und wir konnten (fast) alles so gestalten, wie wir es gerne haben wollten. Der Nachteil: jede Menge Arbeit und natürlich auch eine hohe Investitionssumme.

Ich möchte gerne mit euch unsere Erfahrungen teilen. Natürlich wird es auch Vorher-Nachher-Fotos und den ein oder anderen Tipp geben.