Sanieren und Kernsanieren

Vorher-Nachher-Bilder Gästebad

Habt ihr euch schon mal gewünscht, eine Zeitreise zu machen? Als ich vor rund 1,5 Jahren das erste Mal in unserem Gästebad stand, hat es sich so angefühlt. Ein Bad 60 Jahre lang für die Nachwelt konserviert.

„Leider“ musste dieses Zeitzeugnis für ein modernes Gästebad weichen (obwohl die roten Fliesen eigentlich schon fast wieder etwas hatten).

Auch hier haben wir eigentlich alles neu gemacht. Alle Rohre wurden neu verlegt, eine Wand erneuert, die Elektrik neu verlegt.

Am besten gefällt mir unsere Dusche. Hier konnten wir sie ebenerdig gestalten, was im Familienbad wegen der geringen Aufbauhöhe nicht möglich war. Hier unten ist es damit auch barrierefrei, was ich für spätere Jahre (an die man wohl oder übel bei der Haussanierung auch denken muss) super finde. Toll finde ich auch die einklappbaren Duschwände. Lange haben wir überlegt, wie wir die Duschkabine gestalten können, um möglichst viel Bewegungsfreiheit zu haben und trotzdem komfortabel duschen zu können. Diese Lösung ist optimal.

Toll finde ich auch, dass noch Platz für einen Wickeltisch war. Zwar braucht man den nicht ewig, aber so müssen wir nicht immer nach oben laufen (oder den kleinen Stinker im Wohnzimmer oder auf den Boden wickeln ;-)).

Das Waschbecken ist von Duravit Vero Air, die Toilette ist ebenfalls von Duravit: Me by Starck. Mehr Infos zu den Fliesen findet ihr im „Fliesenspecial“.

Sanieren und Kernsanieren

Vorher-Nachher Bilder Badsanierung

Unser Familienbad hat mit den größten Vorher-Nachher-Effekt. Natürlich vor allem, weil sich ein Raum einfach wahnsinnig verändert, wenn man komplett alles neu macht. Aus einer winzigen Küche und einem winzigen Bad, das noch original aus den 50ern stammte, ist ein helles, modernes Familienbad geworden.

Erste Schritte

Von Anfang an war klar, dass hier die Wand zwischen Mini-Küche und Mini-Bad raus muss. Außerdem mussten alle Leitungen neu gemacht werden. Eine Tür wurde zugemauert und eine andere versetzt. Die Idee, eine Tür zu versetzen hat sich erst später entwickelt. Am Anfang will man ja so wenig Aufwand wie möglich betreiben. Bis man merkt, was eben doch alles machbar oder notwendig ist. Das Versetzen der Tür ging dann überraschend schnell und wir konnten es recht einfach selber machen. Dafür hatten wir dann ganz neue Möglichkeiten.

Altes, kleines Bad
Altes Bad aus den 1950er Jahren während der Kernsanierung.
Die Wand musste raus

Badaufteilung mit Dachschrägen

Das Bad ist mit 7,5 qm nicht gerade riesig. Es einzurichten war zusätzlich aufgrund der Dachschrägen und der drei Fenster eine Herausforderung. Ebenso mussten wir feststellen (wie so häufig), dass auch die Fachmänner nicht gerade vor Ideen sprühen. Wir haben uns daher selber sehr viele Gedanken gemacht und sind jetzt sehr zufrieden mit der Aufteilung.

Altes Bad aus den 1950er Jahren vor der Sanierung.
Bad vor der Sanierung
Modernes Bad nach der Kernsanierung im Altbau.
Bad nach der Sanierung

Die Wanne haben wir unter der Dachschräge gelassen, weil wir so die Ecke optimal ausgenutzt haben.

Altes, entkerntes Bad im Altbau vor der Sanierung.

Gerne hätten wir eine ebenerdige Dusche gehabt. Erst recht spät sagte uns der Sanitärfachmann, dass dies aufgrund der geringen Aufbauhöhe nicht möglich sei. Erst waren wir enttäuscht. An die hohe Duschwanne haben wir uns aber erstaunlich schnell gewöhnt.

Modernes, helles Bad mit Glastür-Dusche nach der Kernsanierung

Fußbodenheizung

Wegen der geringen Aufbauhöhe, war eine normale Fußbodenheizung nicht möglich. Wir haben uns daher für eine elektrische Fußbodenheizung entschieden, die direkt in den Fliesenkleber eingelassen wird. Wir sind sehr zufrieden bisher. Da sie nicht so träge wie eine normale Fußbodenheizung ist, springt sie einfach automatisch morgens und abends an, kurz bevor wir uns üblicherweise im Bad aufhalten und geht dann wieder aus. Zu den Stromkosten können wir bisher leider noch nicht viel sagen.

Die Fliesen

Auf Wandfliesen haben wir weitestgehend verzichtet. Uns wurde versichert, wer gut lüftet, muss keine Angst vor Schimmelbildung im Bad haben. Auch eine besondere Wandfarbe war nicht notwendig.

Wandfliesen aus Italien

Die bunten Fliesen am Waschbecken haben wir vor 10 Jahren als Souvenir von einer Reise mitgebracht. Wir haben sie dann in die großen Fliesen einsetzen lassen. Ich habe mich total gefreut, dass sie so nochmal toll zur Geltung kommen.

In der Dusche war es uns wichtig große Fliesen zu haben, um möglichst wenige Fugen im Nassbereich zu haben. Unsere Fliesen haben das Maß 100 × 33 cm. Diese passen perfekt in unsere 100 x 100 cm große Dusche.

Randnotiz für Sanierer und Häuslebauer

Nichts für selbsterklärend oder selbstverständlich halten, sondern alle Gedanken mit den Handwerkern teilen.

Für uns war klar, dass das Fliesenmaß perfekt zur Duschwanne passt. Der Fliesenleger hatte sich es jedoch anders vorgestellt und hatte die Fliesen geschnitten, sodass wir doch mehr Fugen als gedacht in der Dusche hatten. Leider haben wir dies im Vorfeld nicht so kommuniziert, weil es uns logisch erschien.

Da es uns jedoch sehr wichtig war, haben wir es ändern lassen. Die Fliesen herunternehmen und neu verlegen zu lassen, hat uns stattliche 400 Euro gekostet. Allerdings sind wir froh, es gemacht zu haben.

Lieber jetzt ärgern als die nächsten 30 Jahre (auch ein guter Tipp ;-P).